
Hohe Temperaturen können die Wirkung von Medikamenten verändern. Durch stärkere Hautdurchblutung und vermehrtes Schwitzen werden manche Wirkstoffe schneller aufgenommen oder der Körper verliert mehr Flüssigkeit. Deshalb empfehlen Fachleute, bei längeren Hitzeperioden ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einzuholen und Medikamente nicht eigenständig anders zu dosieren.
Besonders vorsichtig sollten Menschen mit folgenden Medikamenten sein:
- Wirkstoffpflaster (z. B. Schmerz- oder Hormonpflaster) können bei Hitze mehr Wirkstoff abgeben. Bei Opioidpflastern besteht dadurch sogar die Gefahr einer Überdosierung mit Atemproblemen.
- Entwässernde Medikamente können den ohnehin erhöhten Flüssigkeitsverlust verstärken und zu Austrocknung, Kopfschmerzen oder Konzentrationsstörungen führen.
- Insulin wirkt bei stärker durchbluteter Haut häufig schneller, wodurch das Risiko für Unterzuckerungen steigt. Zudem kann Insulin bei Temperaturen über 30 °C an Wirksamkeit verlieren.
Wichtig ist: Ausreichend trinken, Medikamente vor Hitze schützen und Änderungen der Dosierung nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheke vornehmen. Besonders bei längeren Hitzewellen sollten Betroffene ihre Beschwerden und mögliche Nebenwirkungen aufmerksam beobachten.

Der Artikel erschien zuerst auf doccheck.com
