Drückt der Schmerz aufs Herz? (doccheck.com)

von innen leuchtendes Herz
 (c) CDD20 @ pixabay.com

Chronische Schmerzen sind weit verbreitet und gehen mit einem deutlich erhöhten Risiko für die spätere Entwicklung von Bluthochdruck einher. Eine große bevölkerungsbasierte Langzeitstudie mit Daten aus der UK Biobank untersuchte knapp 207.000 zunächst normotensive Erwachsene über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 13,5 Jahren. Dabei zeigte sich, dass bereits vorübergehende Schmerzen das Hypertonie-Risiko leicht erhöhen, der Zusammenhang jedoch bei chronischen Schmerzsyndromen deutlich stärker ausgeprägt ist. 

Personen mit chronisch lokalisierten Schmerzen hatten ein um etwa 20 Prozent erhöhtes Risiko, während es bei chronisch generalisierten Schmerzen um rund 75 Prozent anstieg. Zudem bestand ein klarer Dosis-Wirkungs-Zusammenhang: Mit jeder zusätzlich betroffenen Körperregion nahm das Risiko weiter zu. 

Besonders ausgeprägt war der Effekt bei generalisierten Schmerzen sowie bei chronischen Bauch-, Kopf-, Nacken-, Rücken- und Hüftschmerzen. Entscheidend für das kardiovaskuläre Risiko waren weniger die Schmerzintensität als vielmehr die räumliche Ausdehnung und die zeitliche Dauer der Beschwerden. 

Eine Mediationsanalyse zeigte, dass depressive Symptome einen wesentlichen Teil des Zusammenhangs erklären, während Entzündungsmarker und gängige Schmerzmedikamente kaum Einfluss hatten. Die Ergebnisse unterstreichen, dass chronische Schmerzen als eigenständiger kardiovaskulärer Risikofaktor betrachtet werden sollten und eine regelmäßige Blutdruckkontrolle sowie die systematische Erfassung psychischer Begleitfaktoren bei diesen Patienten besonders wichtig sind.

19.01.2026

Referenz:

https://www.doccheck.com/de/detail/articles/52520-drueckt-der-schmerz-aufs-herz

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